Häufig gestellte Fragen

1.    Warum brauche ich einen ausgebildeten Homöopathen, das steht doch auch alles in Büchern?


Auch ein sehr erfahrener Therapeut kann sich meist nicht selbst behandeln. Wir sind uns selber einfach zu nahe und hören unser Lied, nicht mehr. Ohne den nötigen Abstand fehlt jedoch auch die Klarheit, welches Mittel die ganze Person mit einbezieht. 
Eine erfahrene Homöopathin kennt die homöopathischen Mittel in ihrer Essenz und nicht nur anhand der Symptome, die sie lindern. Sie weiß auch, dass die Symptomatik von Kindern, Erwachsenen, Männern und Frauen unterschiedlich ist. Das bekannte Mittel Pulsatilla passt zum Beispiel zu Kindern, die sehr weinerlich sind. Es ist das wichtigste Mittel bei der Kinderkrankheit Mumps. Erwachsene, die Pulsatilla brauchen, sind dagegen oft unbewusst wütend, sie schlagen sich innerlich. Die Pflanze, aus der Pulsatilla gewonnen wird, die Küchenschelle lebt auf trockenem Boden. Sie biegt sich leicht im Wind, ist jedoch sehr unnachgiebig und hartnäckig. 

 

2.    Muss ich an die Kügelchen glauben, damit sie helfen?


Die Prinzipien der Homöopathie sind vielen Menschen zunächst nicht vertraut. Wir sind in unserer Gesellschaft in einer ganz anderen Art von Medizin trainiert, die daran glaubt, dass mehr auch mehr macht. Homöopathie arbeitet nach anderen Prinzipien und es ist normal, das wir nicht daran glauben. Helfen tut sie trotzdem. Mit der Zeit und den gemachten Erfahrungen wächst das Vertrauen in die Homöopathie.

3.    Wie läuft eine Behandlung ab


Grundlage jeder Behandlung ist ein ausführliches Gespräch von mindestens einer Stunde. Dieses Gespräch dient dem Aufbau von Vertrauen und vor allen dient es dazu, dass die Patienten sprechen können. Dabei entleeren sie sich, werfen Ballast ab. 
Das Gespräch dient außerdem der Selbsterkenntnis und schafft Klarheit über die eigene Lebenssituation. Das allein wirkt oft schon heilend.

Für neue Patienten gibt es zunächst einmal ein Erstgespräch, das mindestens 90 Minuten dauert. Dieses Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Erfassen des größeren Bildes. Ich frage nach dem Geburtserlebnis des Patienten, der Familiengeschichte, dem Verlauf ihres Lebens und bisherigen Krankheiten. Diese Informationen bilden den Rahmen des größeren Bildes.
In den Folgegesprächen entwickeln sich die Facetten dieses Bildes, die gerade Aufmerksamkeit brauchen. So kann zum Beispiel ein Missbrauch oder ein traumatisches Kindheitserlebnis hinter einem bestimmten Symptom stecken. 

Oft wird mit während des Gespräches klar, welches homöopathische Mittel gebraucht wird.  Durch gezielte Fragen verfeinere ich meine Wahl. In den meisten Fällen gebe ich den Patienten ihr Mittel bevor sie nach Hause gehen. 

 

4.    Wo kann ich homöopathische Mittel kaufen?

In Deutschland können homöopathische Mittel in jeder Apotheke bestellt werden. Am Ende einer Konsultation geben ich den Patienten meistens eine Dosis des Mittels, das ich ausgesucht habe und eventuell eine kleine Menge für wiederholende Behandlung. Mehr ist meistens nicht nötig. 
 

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